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Kinodokumentarfilm 90 Min
ZWIELICHT – Der Fluch des Rings

 

Der Ring der Nibelungen gilt als verflucht. Während Sarah Derendinger seine Entstehung an der Opéra national de Paris von innen heraus filmisch begleitet, beginnt der Mythos der Oper auf verstörende Weise im Leben des Kreativteams widerzuhallen.

 

Paris, Februar 2020. Ein internationales Kreativteam beginnt an der Opéra de Paris mit den Proben zu Richard Wagners Ring des Nibelungen – vier Opern, sechzehn Stunden Musik. Die Schweizer Videokünstlerin und Filmemacherin Sarah Derendinger arbeitet seit fünfzehn Jahren mit Calixto Bieito zusammen. In dieser Produktion übernimmt sie eine doppelte Rolle: Sie entwickelt die Videobilder für die Bühne und richtet gleichzeitig ihre eigene Kamera auf das, was hinter ihr geschieht.

 

Im März 2020, mitten während der Proben zur Fluchszene Alberichs, wird der Arbeitsprozess abrupt unterbrochen. Das Opernhaus schliesst, das Ensemble zerstreut sich. Als der Ring Jahre später wieder aufgenommen wird, kehrt er nicht in dieselbe Welt zurück. Die Budgets sind knapper, die Besetzungen fragiler, der Druck grösser geworden. Was einst von Vertrauen und gemeinsamer Gewissheit getragen war, ist instabil geworden.

 

Sarah begleitet das Ensemble durch Proberäume, technische Krisen und Premierenabende – durch Neustart, Erschöpfung und subtile Verschiebungen von Loyalität und Macht. Calixto Bieito, Rebecca Ringst, Bettina Auer, Ingo Krügler und die Sänger:innen versuchen unter veränderten Bedingungen dieses monumentale Werk zu vollenden. Dabei zeigt der Film, wie sich das Ensemble selbst langsam von innen verändert.

 

Der Film begleitet diesen Prozess bis zum Ringfestival 2026. Wagners Leitmotive von Verzicht, Fluch und Erlösung beginnen im realen kreativen Prozess des Teams widerzuhallen – ohne erklärt zu werden. So entsteht ein Ensemblefilm über Kunst als sozialen und emotionalen Prozess: darüber, was eine gemeinsame Vision von den Menschen verlangt, die ihr folgen – und was bleibt, wenn sie zu Ende geht.

Writer & Director

Sarah Derendinger

DOP

Aline Laszlo

Editing

Ruth Schläpfer

Year & Format

2026 / HD

© 2026 Ardîne FIlmproduktion GmbH

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